Arbeitsgruppe für Empirische Religionsforschung (AGER)

Forschungsbereich Xenosophie/Xenophobie, Islamophobie

In diesem Forschungsprojekt beschäftigen wir uns mit xenosophen und xenophoben (Wertschätzung und Ablehnung des Anderen) Einstellungen und Verhaltensmustern. Wir interessieren uns für das Zusammenspiel von sozialen, personalen und religiösen Faktoren, die Xenosophie und Xenophobie beeinflussen. Damit wollen wir auch einen Beitrag zur Entwicklung von Interventionsstrategien leisten, die eine wechselseitige Wertschätzung zwischen Religionen und Weltanschauungen fördern und fremdenfeindliche Einstellungen und Verhaltensmuster abbauen.

Der Forschung liegt ein interdisziplinäres Religiositätsmodell zugrunde, das psychologische, soziologische, religionswissenschaftliche und theologische Perspektiven integriert. In Untersuchungsdesigns unterscheiden wir zwischen religiösen und nicht religiösen Faktoren und differenzieren innerhalb dieser Faktorenklassen jeweils zwischen sozialen und personalen Faktoren (vgl. Huber & Krech 2009). Dadurch soll das relative Gewicht einzelner Einflussfaktoren bestimmt werden.

Für ein vertieftes Verständnis von xenosophen Mustern in religiösen und weltanschaulichen Semantiken sind in diesem Forschungsbereich auch qualitative Interviews notwendig. In anwendungsorientierter Perspektive sollen daraus Empfehlungen für Religionsgemeinschaften und weltanschaulichen Gruppierungen zur Stärkung xenosopher Einstellungen und Verhaltensweisen erwachsen.

Ansprechspersonen

Dr. Anna-Konstanze Schröder
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Dr. Silvia Martens
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Aktivitäten

9.-10. Oktober 2014, International Islamophobia-Conference „Comparative approaches to studying Islamophobia“, Salzburg

Silvia Martens: Vortrag: Religious xenophobia in Europe — data from 2013 Religion Monitor

28.-30. Juni 2013, 26. Jahrestagung des Forums Friedenspsychologie Opium fürs Volk oder Hort sicherer Bindung: Zur Rolle von Religion internationalen und innergesellschaftlichen Konflikten in Bremen

Stefan Huber: Keynote adress: Opium, secure attachment, and much more. The opposing roles of religion in the perspective of a psychological model of religiosity
Stefan Huber, Silvia Martens & Anna-Konstanze Schröder: Panel: Understanding religious fundamentalism
Stefan Huber, Silvia Martens & Anna-Konstanze Schröder: Vortrag: Religious fundamentalism – theoretical approaches, empirical operationalization, and spreading in 23 countries
Anna-Konstanze Schröder, Stefan Huber & Silvia Martens: Vortrag: Fundamentalism and religious reflexivity – or: dismantling the scientifically supported stigma of fundamentalists
Silvia Martens, Stefan Huber & Anna-Konstanze Schröder: Vortrag: Religious fundamentalism of Muslims in diverse societal contexts

11.-14. September 2013, DVRW-Tagung „Empirie und Theorie. Religionswissenschaft zwischen Gegenstandsorientierung und systematischer Reflexion“ in Göttingen

Silvia Martens: Vortrag: Xenophobie und Xenosophie in der Begegnung mit religiös Anderen

 

 

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Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Huber
Theol. Fakultät
Länggassstrasse 51
3012 Bern
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